Geschichte

Meidum

ErbauerSnofru  Bauzeit4. Dynastie (~2670 bis ~2620 v. Chr.)

TypStufenpyramide, später echte Pyramide ,Baumaterial Kalkstein ,Basismaß147 m Höhe (ursprünglich)93,50 m Höhe (heute)~65 m Volumen 638.733 m³ Stufen7 / 8 (Phase E1/E2) Neigung 51°50′ (Phase E3) Kultpyramideja Königinnenpyramiden keine. Die Meidum-Pyramide wurde unter dem altägyptischen König Snofru (4. Dynastie) in Meidum in drei Bauphasen erbaut und war die fünfthöchste der altägyptischen Pyramiden. Das fertige Bauwerk wurde wahrscheinlich nicht als Grabmal des Königs verwendet, sondern diente als Kenotaph (Scheingrab).Das Erscheinungsbild der Meidum-Pyramide ist durch die Ruine des Pyramidenkerns und den umgebenden Schuttgürtel geprägt, wodurch der Pyramidencharakter kaum mehr erkennbar ist.

Der eigentümliche Zustand der Pyramide zog bereits früh die Aufmerksamkeit der Anwohner und Besucher auf sich, die das Bauwerk als el-haram el-kaddab (falsche Pyramide) bezeichneten. Ein Bericht des arabischen Geschichtsschreibers Taqi ad-Din al-Maqrizi aus dem 12. Jahrhundert beschreibt die Pyramide als fünfstufigen Berg – ein Zeichen, dass der Erosionsprozess (hauptsächlich Steinraub) damals noch nicht so weit fortgeschritten war.Frederic Louis Norden besuchte das Bauwerk im 18. Jahrhundert und berichtete nur noch von drei sichtbaren Stufen. Eine erste, kurze Untersuchung erfolgte 1799 durch die Ägyptische Expedition Napoleons. 1837 untersuchte und vermaß John Shae Perring das Bauwerk, gefolgt von Karl Richard Lepsius im Jahre 1843. Letzterer katalogisierte das Bauwerk unter der Nummer LXV in seiner Pyramidenliste.Gaston Maspero gelang es schließlich, den Eingang zum Unterbau der Pyramide zu finden, aber eine ausführliche Untersuchung erfolgte erst zehn Jahre später durch Flinders Petrie in Zusammenarbeit mit Percy Newberry und George Fraser. Diese Untersuchung umfasste sowohl das Pyramideninnere als auch den Aufbau und förderte zudem den Pyramidentempel, den Aufweg sowie eine größere Zahl Privatgräber zu Tage. Eine zweite Untersuchung durch Petrie, diesmal zusammen mit Ernest MacKay und Gerald Wainwright, führte die Untersuchung fort, in deren Rahmen auch ein Tunnel in den Pyramidenkorpus getrieben wurde, wodurch zehn geneigte Schalen des Mauerwerks der Pyramide nachgewiesen wurden. Petrie berichtete zudem, dass die Pyramide zu seiner Zeit noch den Anwohnern als Steinbruch diente.Eine nur wenige Tage dauernde Erforschung der Pyramide durch Ludwig Borchardt ergab eine derartige Fülle an neuen Informationen, dass er damit ein ganzes Buch veröffentlichen konnte, das heute immer noch hoch eingeschätzt wird. Die Ausgrabungen ergaben zudem die Überreste einer Rampenkonstruktion, die für den Bau der Pyramide verwendet wurde.Eine britisch-amerikanische Expedition unter Alan Rowe untersuchte in den 1920er Jahren die Pyramide, jedoch erhielt das Bauwerk danach für über 50 Jahre wenig Aufmerksamkeit, bis in den 1970er Jahren ägyptische Archäologen unter Ali el-Kholi den Schuttgürtel der Ruine untersuchten.Gilles Dormion und Jean-Yves Verd’hurt fanden 1999 bei endoskopischen Untersuchungen bislang unbekannte Druckentlastungskammern und -gänge über den Gangkammern und der abfallenden Passage.

Quelle : Wikipedia