Geschichte

Die Zitadelle wurde von 1477-1479 (882 bis 884 AH) unter dem Mameluken-Sultan el-Aschraf Saif ed-Din Qaitbay (* 1416, † 1496) errichtet. Dies geschah auf den Ruinen des antiken Pharos, der zu den sieben Weltwundern der Antike zählt. Dabei wurden die Trümmer des bereits zerstörten Leuchtturms und das Fundament als Baumaterial genutzt. Die Zitadelle wurde dabei in islamischer Festungsarchitektur durch Qagmas Al-Eshaqy dreistöckig entworfen. 1480 ist sie um Festungsmauern erweitert wurden, in denen auch Gefangene untergebracht wurden.  Erbaut wurde die Festung als Bestandteil der Küstenverteidigung gegen eine wachsende Bedrohung durch die Osmanen.1517 wurde sie im Rahmen eines Feldzuges des osmanischen Sultans Selim I. (Yavuz – der Unnachgiebige) beschädigt, wurde jedoch auch von ihren neuen Herrschern, auf Grund der großen militärischen Bedeutung, genutzt.Das Osmanisches Reich verlor in den darauffolgenden Jahrhunderten an militärischer Stärke und so begann auch die Zitadelle seine militärische Bedeutung zu verlieren. Im Jahre 1798 n. Chr. fiel sie, während der Ägyptische Expedition der Franzosen, in den Händen Napoleon Bonaparte, der vor allem auf Grund der schwachen Garnison und der Übermacht durch moderne Waffen, wenig Schwierigkeiten hatte. Im Inneren fanden sie damals einige Waffen, die sich zurück in die Kampagne von Ludwig IX. datieren ließen. Diese könnten ursprünglich Beute aus der Schlacht von Mansura (1250) gewesen sein.Als Mohammed Ali im Jahre 1805 der Herrscher Ägyptens wurde, renovierte er die alte Zitadelle und rüstete die Festung mit den modernsten Waffen der Zeit aus, vor allem Kanonen. Die Zitadelle wurde auch durch seinen Nachfolger bis ins Jahr 1882 bewahrt. Ägypten hatte in den Jahren zuvor jedoch große Schulden angehäuft, wodurch es 1878 unter internationale Finanzaufsicht gestellt wurde. Als Ahmad Urabi 1882 Ägypten durch die Urabi-Revolte von der ausländischen Beeinflussung befreien wollte, intervenierte Großbritannien und die britische Flotte bombardiert Alexandria am 11. Juli 1882 um eine Landung vorzubereiten. Dabei wurde ein großer Teil der Stadt, vor allem im Bereich der Zitadelle, zerstört. Die Zitadelle erlitt dabei einen großen Schaden. Durch den Beschuss wurde die Nordfassade beschädigt und die Westfassade nahezu völlig zerstört, so dass sie große Lücken aufwies.Leider ist die Zitadelle danach sehr vernachlässigt worden, bis sich 1904 das Verteidigungsministerium entschloss die oberen Etagen wider aufzubauen. König Farouk wollte die Zitadelle in eine königliche Raststätte umbauen, und trieb die Renovierung voran.Nach der Revolution von 1952 wurde das Gebäude ein Marinemuseum. Die größten Sanierungen

wurden im Jahr 1984 durchgeführt. Die geschah durch Anstoß des Supreme Council of Antiquities, die sich vornahm das Fort wieder herzustellen. Heute beherbergt die Festungsanlage unter anderem eine Moschee und ein Marinemuseum.

Quelle : Wikipedia